Hardy & Sabine: Gott hilft bei der Wohnungssuche

Ohne große Erwartungen stehe ich vor der Haustür. Unsere beiden Großen neben mir springen
fröhlich auf und ab. Häuser zu besichtigen scheint ihnen mittlerweile ein spannendes Hobby der Familie zu sein, suchen wir doch schon seit Längerem eine passende Bleibe für unsere fünfköpfige Familie. Die wenigen bezahlbaren Mietangebote sind heiß begehrt und entsprachen
bisher nicht dem, was wir uns wünschen: Platz zum Leben und Lautsein, etwas Garten …

Eine sympathische junge Frau öffnet und bittet uns freundlich herein. Im Vorbeigehen registriere ich verwundert einen großen Bibelvers im Flur. Es ist als würde Gott uns persönlich begrüßen. Als hätte er genau hier auf uns gewartet. Da überall im Haus Bibeln und christliche Literatur verteilt sind, spreche ich mehr oder weniger geschickt den Glauben an und sieh da! Die jetzigen Mieter sind lebendige Christen. Wir freuen uns darüber, wie Gott uns so zueinander geführt hat und entdecken viele Parallelen. Die eigentliche Hausbesichtigung gerät dabei zur Nebensache, denn natürlich passt es zu uns. Gott wusste ja, was wir suchen.

Nach zwei Tagen teilt uns der Vermieter mit, dass er einfach nicht anders kann als an uns zu vermieten, obwohl es einige andere Interessenten ohne Sonderwünsche gab. Die jetzigen Mieter haben ein gutes Wort für uns eingelegt. Die Bibel sagt uns, dass »Christus in euch, die
Hoffnung der Herrlichkeit« (Kol 1,27) ein Geheimnis ist, das uns offenbart werden soll. Mir hat dieses Erlebnis deutlich gemacht, dass Gott gerade an wichtigen Entscheidungspunkten
unseres Lebens nicht unbedingt auf der vertikalen Ebene mit uns kommuniziert, indem er
uns durch direkte Ansprache leitet. Er liebt es uns auf der horizontalen Ebene, also in meiner Schwester oder meinem Bruder, nahe zu kommen. Wir tun wirklich gut daran Jesus im anderen zu erwarten, zu suchen und zu sehen.