Jesus- Herr über Leben und Tod

Das Jahr 2013 war für mich ein Jahr voller Veränderungen. Vieles davon kam sehr überraschend, was auch durch Verlust, Trauer und Schmerz begleitet und nicht geplant war. Jedoch durfte ich in diesen schweren Zeiten die Gnade und Größe unseres auferstandenen Herrn Jesus Christus neu kennenlernen und erleben, dass nichts auf dieser Welt einen größeren Wert als die Gegenwart des Retters hat.

Ab Januar 2013 wollte ich für zwei Jahre in ein Missionskrankenhaus im Hochland von Peru gehen, um dort mitzuarbeiten. Alles ist soweit vorbereitet gewesen und ich war nahezu mit einem Fuß schon im Flugzeug, als meiner Familie und mir plötzlich mitgeteilt wurde, dass mein Vati ins Krankenhaus muss. Sieben Wochen vergingen einerseits mit viel Hoffnung und Gebet, andererseits ging es ihm zunehmend schlechter und so ist er nach sechs Tagen auf der Palliativstation eingeschlafen. Obwohl sich alles für uns als Familie viel zu schnell anfühlte, waren doch diese letzten Wochen auch ein großer Gewinn. Im Nachhinein erkannten wir, dass Jesus ihm einen Leidensweg abgenommen hat. Wir waren sehr dankbar, dass er bis zum letzten Tag laufen konnte, mit uns geredet und gebetet hat.

Obwohl wir bis zum Schluss daran festhielten, dass Gott alles möglich ist und für Heilung gebetet hatten, kam es anders. Aber in diesem Glauben lag die Kraft unseren Blick immer wieder auf Gott auszurichten und uns nicht vor dem was kommt zu fürchten. Noch jetzt habe ich das Bild von meinem Vater vor Augen, wie er zwar schwach und müde, aber mit geöffneten Händen gemeinsam mit uns betete und Gott dankte.

In all dem Unverständlichen war die Gnade Gottes uns sehr nahe. Gott hat uns mit tiefen Frieden erfüllt und wir erlebten persönlich, welche Kraft in dem Glauben an die Auferstehung liegt und die tiefe Freude über die Verheißung vom Leben in der Ewigkeit. Wir spürten, wie uns dieser himmlische Blick sogar am Tag der Beerdigung mit Freude erfüllte und wir als Familie zu einem Zeugnis für Viele in unserem kleinen Dorf, in unsere Verwandtschaft und Bekanntschaft wurden. Acht Tage zuvor war gerade erst die Beisetzung meiner Oma, Vatis Mutter, auf dem gleichen Friedhof. Viele Menschen kamen zum Nachdenken über das Leben nach dem Tod. Doch für uns war klar: Vati ist nicht gestorben, sondern er ist zu Jesus gegangen.

In dieser Zeit beschloss ich meinen Missionseinsatz in Peru vorerst zu verschieben. Das Bibelwort im 1.Timotheus 5,4 sprach mich sehr an, dass zuerst die eigenen Kinder für die Witwen sorgen sollten. Ich entschied mich dazu meiner Mutter und meinem Opa zu dienen und gemeinsam durch alle ungeklärten und zu organisierenden Aufgaben zu gehen.

Dieses Jahr war für mich sehr herausfordernd und manches schwer zu verstehen. Doch nicht die »Warum-Frage« hat mich weitergebracht, sondern die Ausrichtung auf Jesus. Ich bin so dankbar, dass ich vor Gott aufrichtig sein darf und ihm meinen Verlust, meine Fragen, meine Enttäuschung und meinen innerlichen Schmerz sagen konnte. Er liebt es, wenn wir ihm mitteilen, was uns belastet und er kümmert sich darum! Er segnete mich mit neuem Vertrauen und Zuversicht. Deshalb ist es möglich Gott zu loben und zu preisen, obwohl Umstände schwierig oder noch ungelöst sind. In seiner Gegenwart und Nähe veränderte er mich und meinen Blick auf die Umstände immer wieder. Es tut gut zu erfahren, dass Gott treu ist und sein Wort hält, welches er in unser Leben spricht.

Zwischenzeitlich hatte ich Zweifel, ob ich noch dazu bereit bin mit Gott nach Peru zu gehen. Aber er hat sich so gut in diesem Jahr um mich gesorgt, dass ich gern mit ihm bis ans andere Ende der Welt gehen möchte, um den Indianern die Liebe und Treue Gottes weiterzugeben. Weil das Herz Gottes für die Verlorenen und Kranken schlägt, schlägt auch meins dafür.
Außerdem möchten wir all jenen herzlich danken, die dieses Jahr mit und für uns gebetet oder in praktischer Weise uns geholfen haben. Es ist ein Segen, eine große christliche Familie zu haben, die sich gegenseitig durch Anteilnahme und Zuwendung unterstützt!

Eure Dana
mit Markus, Daniel und Rhena