Karl-Heinz: durch eine Reise nach Sri Lanka beschenkt

Nach vielen Jahren Verzicht war es mir vergönnt, im September 2014 endlich wieder einmal eine Erholungsreise unternehmen zu können. Das Ziel war Sri Lanka, früher Ceylon, südlich von Indien im Indischen Ozean liegend.

Vor ca. zehn Jahren hatte der berüchtigte Tsunami viel Leid und Elend angerichtet. Dazu kam noch der Bürgerkrieg zwischen den verschiedenen Volksgruppen wie den Tamilen und Singhalesen, der – Gott sei Dank – inzwischen beigelegt ist. Noch heute wird in diesem relativ armen Land mit seinen liebenswerten freundlichen Menschen fleißig Wiederaufbau geleistet. In persönlichen Gesprächen lobten die Einheimischen Deutschland für seine Hilfe beim Wiederaufbau durch z. B. Lieferungen von Baumaterial. Der Lebensstandard dort ist recht niedrig; der größte Teil der Menschen lebt von der Hand in den Mund.

Ich, als einer aus Germany, galt für sie als ein “Reicher”. Und ich gab auch, wo und wie ich konnte. – So zeigte mir unser gütiger Herr, wie gut ich (wir) es hier in unserer Heimat habe(n). Und Er erneuerte die Erkenntnis in mir, alles negative Reden und Denken endgültig zu unterlassen, positiv zu denken, zu reden und zu handeln – z. B. durch Hilfe und Zuwendung im alltäglichen Lebensumfeld. So hat Gott mich mit dieser Reise reich beschenkt, mich physisch und psychisch gestärkt sowie ermutigt, im Glauben treu zu sein, auch in den sogenannten “kleinen” Dingen.

Nun aber zu einem Wermutstropfen: In meiner Abwesenheit war leider in meine Gartenlaube eingebrochen worden. Ich musste nun viele unnötige Wege gehen: zur Polizei, Versicherung und zur Tischlerei. Kompetent und freundlich traten mir all diese Menschen gegenüber und ich konnte darin Gottes Wohlwollen spüren. Nachdem der Tischlermeister vor Ort die Zerstörungen in Augenschein genommen hatte, sicherte er mir zu, die Reparaturen im Rahmen der Versicherungssumme leisten zu können. Und auch die gestohlene Baumschere fand sich wieder; die Einbrecher hatten sie in einem anderen Garten liegen gelassen.

Ja, “… Er hat alles wohl gemacht … “ (Markus 7,37); Ärger und Verdruss verwandelte Er in Dankbarkeit. So bin ich ergriffen von Gottes unbegreiflicher Güte, denn “… denen, die Gott lieben, müssen alle Dinge zum Besten dienen …”
(Römer 8,28).